Blockheizkraftwerke

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme. Dies kann durch unterschiedliche Technologien realisiert werden. Zum Beispiel in Heizkraftwerken, die sowohl Strom als auch (Fern-) Wärme erzeugen. Eine solche zentrale Versorgung erzielt einen Nutzungsgrad von 79%. Das heißt, 79% der Primärenergie erreicht mein Haus. Aber nicht überall liegen Fernwärme-Netze.

Blockheizkraftwerk (BHKW)
Blockheizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Als verbrauchernahe Zentraleinheit versorgen sie z.B. Krankenhäuser, Wohn- siedlungen, Gewerbe und Industrie. Eine solche zentrale Versorgung erzielt einen Nutzungsgrad von ca. 90%.

Die Technologie
Ein Motor (Gas oder Öl betrieben) treibt einen Generator an (Stromerzeugung).
Die im Motorblock anfallende Abwärme wird über einen Wärmetauscher zur Heizwassererwärmung verwendet. Die im Abgas enthaltene Energie wird ggf. zur Dampferzeugung(Prozeßwärme) genutzt und/oder mittels Wärmetauscher zur Brauchwassererwärmung.
Meistens sind alle Komponenten (Motor, Generator und die Wärmetauscher) auf einen Rahmen montiert und werden von einem Gehäuse umgeben. Darum nennt man diese Art der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Blockheizkraftwerke

Mini - BHKWs
Inzwischen sind kleine Kraft-Wärme-Anlagen auf dem Markt, die den Einsatz von BHKWs auch in Ein- oder Zweifamilienhäusern empfehlenswert machen.
Als sogenannte Mini-BHKWs werden in der Regel Anlagen bezeichnet, die im Leistungsbereich unter 30 kWel liegen.
In diesem Leistungssegment kam es in den letzten Jahren zu einer deutlichen Weiterentwicklung. Die Aggregate sind teilweise nicht mehr größer als eine Waschmaschine und passen in jeden Heizungskeller.

Umweltfreundlich und wirtschaftlich
Das Konzept der miteinander verbundenen Erzeugung von Strom und Wärme am Ort des Verbrauchs sorgt für eine hohe Energieausnutzung. Es wird rund ein Drittel von dem Brennstoff eingespart, der nötig wäre, um die gleiche Menge Strom und Wärme getrennt im Kraftwerk und im Heizkessel zu erzeugen. Die CO2-Emissionen werden im Vergleich um bis zu 58% reduziert.
Ein weiterer Vorteil: Weil der Brennstoff der KWK-Anlagen von der Mineralöl- und Ökosteuer befreit ist, entstehen auch weniger Kosten.
Zusätzlich honoriert der Staat insbesondere die CO2-Schadstoffreduzierung: Laut Gesetz erhalten Betreiber neuer KWK-Anlagen bis 50 Kilowatt elektrischer Leistung einen Zuschlag von 5,11 Cent für jede Kilowattstunde, die sie ins Netz ihres Stromversorgers einspeisen. Dieser Bonus wird zuzüglich zur marktüblichen Einspeisevergütung für 10 Jahre gewährt.